news

Russische und kanadische Siege beim 16. TGW Future Cup im Kunstturnen


Hohe Turnkunst wurde beim 16. TGW Future Cup am vergangenen Wochenende in der TipsArena Linz zelebriert. 136 Kunstturn-Nachwuchsturner aus 18 Nationen von 4 Kontinenten zeigten in der oberösterreichischen Landeshauptstadt teilweise Weltspitzenleistungen und ein um jedes Jahr höheres Niveau.


Im Teambewerb konnte Kanada den Sieg vom Vorjahr nicht wiederholen. Diesmal hatte Team St. Petersburg aus Russland, voriges Jahr noch zweite, die Nase vorn. Sie gewannen mit 230.700 Punkten und mit 6 Punkten Vorsprung auf Team Kanada (224.650) mit Felix Dolci an der Spitze. Den dritten Platz errang das britische Team GBR Leeds mit 222.550 Punkten. Auch Rang 4 ging an Großbrittannien mit den britischen Nationalteam. Den 5. Platz erzielten das Team Japan, die in diesem Jahr mit sehr jungen Athleten anreisten.


In der Gruppe der ältesten Turner siegte der Junioren-Weltmeister Felix Dolci mit 79.1250 Punkten mit Respektabstand von fast 4 Punkten vor Iurii Busse, Junioren-Europameister aus Russland, mit 75.550 Punkten. Dritter im Reigen der Meister wurde Ivan Brunello aus Italien, aktuell Junioren-WM-Dritter mit 75.100 Punkten. In dieser Klasse wurden bereits Leistungen in Elite-Niveau gezeigt und wir dürfen neugierig sein auf die Auftritte dieser Turner in ihrem ersten Elite-Jahr. Für Österreich holte in dieser Altersgruppe Askhab Matiev (70.650) das beste Ergebnis der österreichischen Turner in diesem Wettkampf mit dem 11. Platz und angesichts des starken Starterfelds mit einer respektable Leistung.


In der zweitjüngsten Gruppe der U16 erreichte der Vorjahressieger der U14-Gruppe, Timofei Prostakov aus Russland, den ersten Platz mit 76.250 Punkten. Dahinter nur 0.2 Punkte getrennt lagen Harry Hepworth (74.450) aus Leeds/GBR am 2. Platz und der Japaner Ryutaro Nakamura am 3. Platz (74.250). Ryutaro und auch Ichita Suzuki, der Fünfter wurde, turnten als 13-jährige sehr erfolgreich im Feld der durchwegs 15- und 16jährigen. Bester Österreicher in der Kategorie wurde Paul Schmölzer (68.350) vom Nationaltem als 17.


Den Sieg in der jüngsten Klasse der U14 holte sich der Vorjahreszweite Ilia Zotov aus St. Petersburg/RUS mit 76.300 Punkten und fast 4 Punkten Vorsprung auf den Zweiten. Dahinter ging es knapp zu, trennten Platz 2 bis 6 nur ein ganzer Punkt. Ivan Sevruk (72.800) holte schließlich den zweiten Platz vor Haruki Fukubayashi (72.450) aus Japan am 3. Platz. Der Vorarlberger Gino Vetter zeigte in dieser Klasse mit einigen Einzelleistungen auf (2. am Boden) und klassierte sich schließlich am 12. Gesamtrang mit 69.650 Punkten.


Die Österreicher konnten sich zum Vorjahr leicht verbessern. In der Teamwertung konnte sich das Nationalteam (209.900) auf dem 12. Platz klassieren. Alle anderen österreichischen Teams klassierten sich angesichts der starken angereisten Konkurrenz im hinteren Feld.


Insgesamt wurde die „kleine Linzer Turn-WM“ von allen Teilnehmern einhellig aufgrund der hervorragenden Organisation und der liebevollen Betreuung gelobt. Das gezeigte Niveau der Turner steigt jedes Jahr und war das höchste in der Geschichte des TGW Future Cups. Leider konnten dieses Jahr die angekündigten starken Turner aus der Ukraine wegen Verletzungen nicht am Start sein.