news

Kanada und Russland die dominierenden Nationen beim 15. TGW Future Cup im Kunstturnen

Hohe Turnkunst wurde beim 15. TGW Future Cup am vergangenen Wochenende in der TipsArena Linz zelebriert. Über 130 Kunstturn-Nachwuchsturner aus 16 Nationen von 4 Kontinenten zeigten in der oberösterreichischen Landeshauptstadt teilweise Weltspitzenleistungen und ein um jedes Jahr höheres Niveau.

Dabei enthronte das Team Kanada mit drei von vier möglichen Siegen den Vorjahressieger Italien. Im Teambewerb konnte das Nationalteam Kanada (236.999 Punkte) den Sieg holen vor Turnierneuling St. Petersburg (233.633 Punkte) aus Russland. Japans erfolgverwöhntes Team hielt sich mit Platz 3 mit 227.168 Punkten schadlos, konnte aber keinen seiner Turner auf ein Einzelpodest bringen. Auf den Plätzen sind weitere prominente Teams zu finden mit Großbritannien am 4. Platz, Vorjahressieger Italien auf dem 5. Platz und Team Australien auf dem 6. Platz.

In der höchsten Klasse U18 siegte der Favorit Felix Dolci aus Kanada mit Respektabstand von fast 3 Punkten ( 81.133). Dahinter auf Platz 2 Mathew Boardman aus Großbritannien (78,368 Punkte) und Felix Blaquiere (77.300 Punkte) aus Kanada am 3. Rang. Der Sieg des kanadischen Talents war nicht überaschend, kam er doch mit einem Erfolg von den Jugend Olympischen Spielen in Buenos Aires nach Linz, wo er Zweiter an den Ringen wurde. Ebenfalls ein prominenter Turner findet sich in dieser Klasse am 7. Platz, der Petersburger Jurii Busse. Er konnte 2018 in Glasgow mit der russischen Mannschaft den Mannschafts-Europameistertitel holen. Yannik Lehner (68.601) aus Niederösterreich belegte als bester Österreicher den 10. Platz, knapp vor Daniel Zander (66.067) aus Tirol.

In der "mittleren" Kategorie der U16 errang ebenfalls ein Kanadier den Sieg, Evgeny Siminiuc (78.533 Punkte) vor Vladislav Gudz aus St. Petersburg (77.766 Punkte). Den 3. Platz erreichte Lorenzo Bonicelli aus Italien mit 75.733 Punkten. Knapp dahinter der Japaner Katsuki Iwamoto (75.534 Punkte). Er vergab einen Podestplatz leider mit einer total misslungenen Übung am Barren. Bester Österreicher in dieser Klasse war Askhab Matiev (65.568) am 30. Gesamtrang.

 

Die jüngste Klasse der U14 war eine Angelegenheit des russischen Teams. Den Doppelsieg machten sich untereinander aus, Timofei Prostakov (78.167) am obersten Treppchen und Ilya Zotov (74.167) am 2. Platz. Oakley Banks sicherte sich den hart umkämpften 3. Platz, um den zwei Briten(Oakley + Liam Jury) und ein Japaner (Kazushi Wakahara) ritterten, die am Ende nur 0.3 Punkte auseinander lagen. Bester Österreicher in dieser Kategorie war Alfred Schwaiger (65.600) aus Niederösterreich.

 

Die Österreicher hatten am Wochenende allesamt keinen guten Tag. In der Teamwertung blieb man mit dem Nationalteam (198.668) am 19. Platz unter den Erwartungen. Alle anderen österreichischen Teams klassierten sich angesichts der starken angereisten Konkurrenz im hinteren Feld.

 

Insgesamt wurde die „kleine Linzer Turn-WM“ von allen Teilnehmern einhellig aufgrund der hervorragenden Organisation und der liebevollen Betreuung gelobt. Das gezeigte Niveau der Turner steigt jedes Jahr und war das höchste in der Geschichte des TGW Future Cups. Russlands Team war besonders begeistert und hat gleich sein Kommen im nächsten Jahr zugesagt. Leider hatte dieses Jahr das angekündigte Team aus dem Iran keine Visa bekommen und fehlte somit.